Hinweis zur Präzisierung
Die Inhalte dieser Dokumentation geben meine persönlichen Beobachtungen, Erfahrungen und Einschätzungen als betroffener Vater wieder.
Zur Vermeidung von Missverständnissen wurden einzelne Formulierungen sprachlich präzisiert, um Bewertungen klarer von Tatsachen zu trennen.
Inhaltliche Aussagen, zeitliche Abläufe und dokumentierte Vorgänge wurden dabei nicht geändert.
Wo von „Täuschung“, „Vertuschung“ oder ähnlichen Begriffen die Rede ist oder war, handelt es sich um meine persönliche Bewertung auf Grundlage der dargestellten Umstände, nicht um gerichtliche Feststellungen.
Präzisierungen vorgenommen am: 23.12.2025
Dokumentation: Die ersten Tage am BORG Dreierschützengasse im Schuljahr 2025/26
Aktualisiert und anonymisiert am 25.09.2025
8. – 16. September 2025
Vorgeschichte
Öffentliche Ankündigungen (Juli/August 2025)
- 12. August 2025: Bildungsdirektion verkündet über ORF und alle Medien: „Der Unterricht findet fast ausschließlich im AVL-Gebäude statt“
- Versprechen an Eltern: Kein Kind muss ins Tatortgebäude zurück
- Chip-System: Elektronische Zutrittskontrolle für AVL-Gebäude angekündigt
Montag, 8. September 2025 – Erster Schultag
8:30 Uhr – Eröffnungszeremonie – dokumentierte Unstimmigkeiten
Ort: Gelände des BORG Dreierschützengasse
Anwesende:
- Schüler und Lehrer
- Eltern verstorbener Kinder (mussten sich Zugang erkämpfen, keine schriftliche Einladung)
- Direktorin
- Krisenmanagement
Dokumentierte Vorfälle:
- Fehlende Einladungen: Eltern der Opfer erhielten keine schriftliche Einladung
- Falscher Name: Ein Name eines verstorbenen Kindes falsch geschrieben
- Luftballon-Chaos: 8 große Ballons, nur 2 kleine für die trauernden Familien
- Verweigerung der Schülerrede: Schulsprecher wird Mikrofon verweigert
- Spontaner Protest: Eltern und Schüler klatschen den Schulsprecher ein, er hält souveräne Rede
Nach der Zeremonie – Widerspruch zur öffentlichen Ankündigung
Die Chip-Verteilung:
- Mehrheit der Schüler erhält Chips für AVL-Gebäude
- ABER: Drei Klassen (6e, 6b, weitere) werden informiert: „Ihr geht nicht ins AVL“
Nach meinem Kenntnisstand geschah folgendes:
- Diese Klassen werden in den 3. Stock des Tatortgebäudes geführt
- Neben der ehemaligen 7a (Tatort)
- Rigipswände mit verschlossenen Türen trennen die Bereiche wo geschossen wurde
Reaktionen der Schüler:
- Viele haben Angst, schweigen und
- bitten ihre Eltern nichts zu sagen
- Befürchtung: Bei Protest Klassenwechsel
Aus meiner Sicht widersprüchliche bzw. nach meinem Kenntnisstand unzutreffende Aussagen der Schulleitung:
- „Eltern wollen keine Möbel aus der Schule im AVL Gebäude“ – (Klassen sitzen im AVL am Boden)
- „Vermieter verbietet alte Möbel“ – für diese Aussage liegt mir keine bestätigbare Grundlage vor
- „Klasse 6e zu groß mit 31 Schülern“ – nach meinem Kenntnisstand trifft diese Begründung nicht zu
Dienstag, 9. September 2025
Unterricht in beiden Gebäuden
- 3 Klassen weiter im 3. Stock des Hauptgebäudes
- Physiksaal und Chemiesaal wurden nach meinem Kenntnisstand dauerhaft genutzt (nicht nur fachbezogen), obwohl öffentlich überwiegend Unterricht im AVL-Gebäude angekündigt war.
- Abweichend von den öffentlichen Ankündigungen
Pressekonferenz der Bildungsdirektion (Mittag)
Ort: AVL-Gebäude Teilnehmer: Direktorin, Bildungsdirektion, Elternverein
Aussagen:
- „Behutsamer Neustart gelungen“
- Keine Erwähnung der Klassen im Hauptgebäude, erst auf Nachfrage eines Reporters
- Keine Erwähnung der Ängste der Schüler
EV-Sitzung am Abend
O-Ton Direktorin Strohmaier: „In einem Oberstufengymnasium muss ich Eltern nicht über Vorgänge informieren“
Mittwoch, 10. September 2025 – Zuspitzung und widersprüchliche Berichte
Berichte über einen möglichen Vorfall (später offiziell dementiert)
Zeit: Vormittag Betroffener: Schüler der 5. Klasse, Geschwisterkind
(Angeblicher) Ablauf:
- Schüler verlässt AVL-Gebäude
- Gelangt auf das Dach des Hauptgebäudes
- Feuerwehreinsatz
- Schüler kann gerettet werden
Reaktion der Schulleitung: Nach meinem Kenntnisstand erfolgte zunächst keine Information an Eltern; zugleich wurde die Entlassung des Schülers angeordnet.
Update 29.9.2025:
Nachfrage bei der Feuerwehr Graz nach einem Hinweis einer Mutter auf FB:
Es wurde kein Feuerwehreinsatz am 10.9.2025 in der Dreierschützengasse registriert.
Mehrere Schüler behaupten die Feuerwehr an diesem Vormittag in der Nähe der Schule gesehen zu haben. Eine Mutter behauptet (auf einem Whatsapp Audio) mit dem Vater des betroffenen Kindes bezüglich des Feuerwehreinsatzes gesprochen zu haben, wo dieser bestätigt, dass sein Sohn der Schule verwiesen wird. Später bestreitet er, dass das so passiert ist.
Die Bildungdirektion, EV und Schulleitung veröffentlichen am 23.9. oder 24.9. ein Protokoll auf dem Infopadlet der Schule mit folgendem Text:
Richtigstellung: Es gab zu keiner Zeit einen Suizidversuch in der Schule, es versuchte niemand vom Dach zu springen und es gab auchkeinen Feuerwehreinsatz. Das sind klassische fake news, die sichleider hartnäckig verbreiten und halten!Es war auch niemals ein Kamerateam im AVL+ Gebäude.
Update 10.11.2025 Nach übereinstimmenden Aussagen aus dem Umfeld der Schule haben der betroffene Schüler sowie sein Bruder die Schule inzwischen verlassen. Eine offizielle Stellungnahme der Schule oder der Bildungsdirektion dazu liegt mir derzeit nicht vor.
Donnerstag, 11. September 2025
Weiterer Normalbetrieb
- Klassen bleiben im 3. Stock
- Schüler berichten von Ängsten
- Eltern werden weiter nicht informiert
Freitag, 12. September 2025 – Der Kollaps
Vormittag: Die Zusammenbrüche
Ort: Physiksaal im Erdgeschoss
Was passierte:
- Mehrere Schüler kollabieren während des Unterrichts
- Grund: Genau dort hielten sie sich während des Amoklaufs auf
- Panikattacken, Hyperventilation
- Retraumatisierung
Vormittag: Intervention
08:07 – 09:04 Uhr: Anzeige bei der Feuerpolizei erstattet
Feststellungen/Auskunft der Feuerpolizei (laut Auskunft, Herr R.; sowie Hinweis auf Auskunft der Bau- und Anlagenbehörde):
– Rigipswände: nach Auskunft wurde keine baurechtliche Genehmigung bekannt bzw. es bestanden offene Genehmigungsfragen.
– Keine brandschutztechnische Abnahme war nach Auskunft dokumentiert bzw. es bestanden offene brandschutztechnische Fragen.
– Gefahr im Verzug wurde angenommen.
Folge laut Auskunft/Feststellungen: Die Nutzung der oberen Stockwerke war in dieser Phase nicht genehmigt bzw. nicht zulässig.
In den nächsten Tagen fand wieder eine Begehung durch die Feuerpolizei statt
Samstag, 13. September 2025
Krisensitzungen im Hintergrund
- Suche nach Begründungen / Erklärungen
- Vorbereitung der Kommunikation
Sonntag, 14. September 2025 – Aus meiner Wahrnehmung wurde über bestimmte behördliche Maßnahmen nicht transparent informiert.
Mitteilung des Elternvereins
Text: „Ab Montag kein Unterricht mehr im Hauptgebäude aufgrund zahlreicher Elternbeschwerden“
Nach meinem Kenntnisstand wurde in dieser Mitteilung nicht erwähnt:
– die behördlichen Feststellungen/Schritte der Feuerpolizei (laut Feststellungen/Auskunft der Feuerpolizei),
– mögliche fehlende Genehmigungen (laut Feststellungen/Auskunft der Feuerpolizei),
– „Gefahr im Verzug“ (laut Feststellungen).
Nach Auskunft der Feuerpolizei beruhte die Einstellung der Nutzung der oberen Stockwerke nicht auf „Elternbeschwerden“, sondern auf einer behördlichen Sperre/Anordnung.
Montag, 15. September 2025 – Abweichung zwischen Ankündigung und tatsächlichem Unterrichtsbetrieb
„Kein Unterricht im Hauptgebäude“?
Realität: Schüler haben weiter z.B. Biologieunterricht im Erdgeschoss der Borg Dreierschützengasse
Dokumentation: Nach meinem Kenntnisstand wich der tatsächliche Unterrichtsbetrieb von der Ankündigung ab.
Einschränkung von Medienkontakten
Seit dem ersten Schultag gibt es eine dauernde Information der Schule an die Medien, vorgetragen durch den Schulsprecherstellvertreter: Keine Interviews mit Schülern, da diese Ruhe brauchen.
Diese scheinbar fürsorgliche Maßnahme hat einen anderen Hintergrund:
Das Mobbing gegen Schulsprecher
Der Auslöser: In einer Steuerungsgruppensitzung kündigte der Schulsprecher an, mit den Medien über die tatsächliche Situation sprechen zu wollen. Er wollte die Wahrheit über die Zustände an der Schule öffentlich machen.
Die Reaktion:
- Krisenmanagement und Schulleitung setzten den Schulsprecher nach meinem Eindruck wiederholt unter Druck, zu schweigen.
- Als er sich weigerte, wurde zu drastischeren Mitteln gegriffen
Die Aufhetzung der Mitschüler
Nach Aussagen von Beteiligten kam es in dieser Phase zu Gerüchten und Spannungen unter Mitschülern; dies wirkte polarisierend und belastend für den Schulsprecher.
Die Konfrontation:
Als eine Mutter das Krisenmanagement zur Rede stellte, wurde ihr gegenüber unter anderem geäußert:
– „Die Kinder leiden unter dem Schulsprecher“
– „Schüler seien zu mir gekommen“
– „Der Schulsprecher müsse abgewählt werden“
Diese Aussagen hatten nach meinem Eindruck die Wirkung, den Schulsprecher unter Druck zu setzen und ihn von öffentlichen Aussagen abzuhalten.
Einordnung:
In diesem Zusammenhang entstand aus meiner Sicht der Eindruck einer unzureichenden bzw. unvollständigen Information an die Öffentlichkeit. In der Gesamtschau entwickelte sich dadurch ein strukturelles Muster, das dazu führte, dass kritische Informationen nicht offen kommuniziert und weitere belastende Vorfälle im schulischen Umfeld nicht transparent aufgearbeitet wurden.
Es gibt:
- Weitere Zeugen unter den Schülern
- Betroffene Eltern mit erschütternden Berichten
- Dokumentierte Vorfälle, die noch nicht öffentlich sind
Das Problem: Diese Zeugen trauen sich noch nicht auszusagen. Sie haben gesehen, was mit dem Schulsprecher passiert. Sie haben gesehen was mit anderen Schülern passiert ist. Sie haben gesehen, was mit kritischen Eltern passiert. Sie schweigen aus Angst.
Die Strategie der Schulleitung
- Nach außen: „Die Kinder brauchen Ruhe“ – keine Medien
- Nach innen: Kritische Stimmen werden gemobbt und isoliert
- Das Ziel: Aus meiner Sicht hatte das Vorgehen die Wirkung, die öffentliche Darstellung stark zu kontrollieren.
Während der Schulsprecher Stv brav die Medienlinie kommuniziert,, erleben kritische Stimmen nach meinem Eindruck wiederholt Druck, Ausgrenzung oder Abschreckung. Aus meiner Sicht hat sich ein strukturelles Muster entwickelt, das kritische Stimmen erschwert und öffentliche Aufklärung behindert. – geschaffen von jenen, die eigentlich die Kinder schützen sollten.
Die Instrumentalisierung der Jugendlichen
Brief einer besorgten Mutter an den Elternverein (dokumentiert, nicht der einzige Fall)
Eine Mutter schrieb am 14. September an den Elternverein-Vorstand im Elternchat BORG – Austausch:
„Mir ist aufgefallen, dass die Jugendliche xxxxxxxx in diese Gruppe aufgenommen wurde, ohne dass dies transparent kommuniziert wurde. Das löst bei mir Unsicherheit und Sorge aus, weil mir der Schutz der Jugendlichen sehr wichtig ist. Ich möchte verhindern, dass sie zur Weitergabe von Informationen genutzt oder ausgenutzt werden, zum Beispiel gegenüber der Krisenmanagerin, zu der xxxxxxxx eine private Verbindung hat.
Zudem versuchte der Schulsprecher Stellvertreter, Informationen über meine Tochter zu erhalten, unter anderem, ob ich Kontakt zu Medien habe. Verschiedene Reporter haben mich mehrfach angerufen und gefragt, ob ein Elternteil der verstorbenen Kinder etwas aussagen möchte, damit kein Kind vergessen wird. Ich habe nichts zu verbergen und kenne viele Reporter, trotzdem empfinde ich es als unangenehm und belastend, dass über die Schülerinnen Informationen eingeholt werden, anstatt dass Erwachsene direkt miteinander sprechen.
Diese Situation macht mich irritiert und traurig, weil sie die Zusammenarbeit erschwert und das Vertrauen beeinträchtigt. Mein Bedürfnis nach Klarheit, Transparenz und Schutz der Jugendlichen wird dadurch nicht erfüllt. Deshalb bitte ich dich, Elternverein Vorstand Stv als Admin und Vertreterin des EV-Vorstands, dies zu erklären und zu reflektieren.
Mir ist wichtig, dass Transparenz besteht, jedoch ohne, dass die Jugendlichen für Informationsweitergabe genutzt werden. Ich wünsche mir, dass solche Entscheidungen in Zukunft offen, nachvollziehbar und respektvoll kommuniziert werden.
Vielen Dank für dein Verständnis”
Was diese Nachricht zeigt:
- Es entstand aus meiner Sicht der Eindruck, dass Jugendliche als Informationskanal in Erwachsenenkonflikte hineingezogen wurden:
- xxxxxxxx wurde ohne Transparenz in Elterngruppen aufgenommen
- Sie hat private Verbindung zur Koordinatorin des Krisenmanagements
- Information fließt über sie ab
- Schulsprecher Stv agiert als Informationssammler
- Fragt gezielt nach Medienkontakten von Eltern
- Versucht über Mitschüler an Informationen zu kommen
- Umgeht direkte Kommunikation zwischen Erwachsenen
- Das perfide System:
- Jugendliche werden instrumentalisiert
- Sie werden zu Informanten gemacht
- es gab aus Sicht einzelner Eltern Versuche, Medienkontakte zu erfragen
- Medienkontakte werden erfasst
Die ethische Dimension
- Aus Sicht einzelner Betroffener wirkte es so, als würden Jugendliche in Erwachsenenkonflikte hineingezogen, gegen ihre Mitschüler ausgespielt und als Informationskanal genutzt. Das kann nach einem Trauma zusätzlich belastend sein.
Das ist eine weitere Form der Traumatisierung – diesmal durch das System selbst.
Zusammenfassung der dokumentierten Beobachtungen und offenen Fragen:
1. Gefährdung der Kinder
- Zwang in Tatorträume
- Ignorieren von Trauma-Symptomen
- Umgang mit kursierenden Berichten über einen möglichen Vorfall (später offiziell dementiert)
2. Baurechtliche/brandschutzrechtliche Fragen (lt. Auskunft der Feuerpolizei)
- Rigipswände: offene Genehmigungsfragen (laut Auskunft/Feststellungen)
- Offene brandschutztechnische Fragen bzw. fehlende dokumentierte Abnahme (laut Auskunft/Feststellungen)
- Gefahr im Verzug wurde angenommen (laut Auskunft/Feststellungen)
3. Widersprüche zwischen Aussagen und Beobachtungen
- Aus meiner Sicht unzutreffende bzw. unvollständige Angaben in der öffentlichen Kommunikation,
- intransparente Informationen gegenüber Eltern
- und über bestimmte behördliche Maßnahmen.
4. Eingeschränkte bzw. unzureichende Information der Eltern
- „Muss Eltern nicht informieren“
- Keine Information an die Eltern über die innerhalb der Schulgemeinschaft kursierenden Berichte über einen möglichen Suizidvorfall am 10. September 2025; stattdessen erfolgte erst Tage später eine offizielle Dementierung durch Bildungsdirektion und Schulleitung.
- Keine Information über die behördliche Maßnahme/Feststellungen der Feuerpolizei
- Jugendliche werden instrumentalisiert
- Schüler werden als Informationssammler eingesetzt
- Medienkontakte wurden aus Sicht einzelner Eltern erfragt bzw. erfasst
Zeugen und Belege:
- Zeugen der Eröffnungszeremonie
- Telefonate und Auskunft der Feuerpolizei Graz (Herr R.)
- Aussagen betroffener Schüler (dokumentiert durch Eltern, Namen bekannnt)
- Eltern als Zeugen
- Screenshots der Diskussionschats
Erstellt von:
Dominik Egger
16. September 2025
Diese Dokumentation basiert auf:
- Eigenen Beobachtungen
- Aussagen Schüler:innen
- Berichten anderer Eltern
- Behördlichen Feststellungen
- Öffentlichen Ankündigungen
Alle Angaben wurden sorgfältig geprüft und können durch Zeugen und Dokumente belegt werden.
Wo Begriffe wie ‚Muster‘, ‚Druck‘ oder ‚unzureichende Information‘ verwendet werden, handelt es sich um meine persönliche Bewertung der beschriebenen Umstände. Ich bin bereit, Korrekturen vorzunehmen, wenn mir belastbare gegenteilige Nachweise vorgelegt werden.
Bericht: Gedenkveranstaltung vor dem BORG Dreierschützengasse an dem obige Informationen mit einem Link zu dieser Seite verteilt wurden.
Datum: 25.9.2025
Ort: Vor dem BORG Dreierschützengasse, Graz
Art der Veranstaltung: Angemeldete friedliche Gedenkveranstaltung
Teilnehmer:
- Dominik Egger (Organisator)
- Ein Vater eines verstorbenen Kindes
- Eine Unterstützerin
- Anwesende Polizisten (Überwachung der angemeldeten Veranstaltung)
Ablauf der Veranstaltung: Die Gedenkveranstaltung wurde ordnungsgemäß bei den Behörden angemeldet und verlief friedlich. Der Organisator verlas die Namen der am 10. Juni 2025 getöteten Personen. Anschließend wurde eine Kerze entzündet und an die anderen Teilnehmer weitergegeben. Die Veranstaltung schloss mit einer einminütigen Schweigeminute.
Zwischenfall: Ein Schulwart näherte sich den Teilnehmern in aggressiver Haltung und forderte die Gruppe mit dem Vater des verstorbenen Kindes bestimmt und lautstark auf zu verschwinden („Verschwinden Sie hier, Sie dürfen nicht vor der Schule sein, gehen Sie auf die andere Straßenseite“). Die anwesenden Polizisten klärten den Schulwart darüber auf, dass die friedliche Veranstaltung korrekt angemeldet war und rechtmäßig stattfindet. Die Polizeipräsenz verhinderte eine mögliche körperliche Eskalation seitens des Schulwarts.
Charakter der Veranstaltung: Die Veranstaltung war als würdiges Gedenken an die Opfer des Amoklaufs konzipiert und wurde in dieser Form durchgeführt. Der respektvolle Rahmen entsprach dem Anlass und der Trauer der Betroffenen.
Email der Schule an Eltern von Schüler:innen der Borg Dreierschützengasse
3.10.2025 10:23
Mag.Dr. Strohmaier Liane <L.STROHMAIER@borg-graz.at>
Sehr geehrte Eltern,
es tut mir sehr leid, Ihnen mitteilen zu müssen,
dass eines der Fotos, die bei den Kerzen vor dem Schulhaus standen,
Opfer eines Vandalenaktes wurde. Der Rahmen und das Glas wurden
zertrümmert. Gott sei Dank konnten wir das Bild nahezu
unbeschädigt retten und haben ihm sofort einen neuen Rahmen gegeben.
Ich habe nun alle Bilder hereingeholt, damit sich so etwas keinesfalls
wiederholen kann, sie sind momentan bei mir in der Direktion sicher
verwahrt. Ich werde sie aufbewahren, bis wir sie
möglicherweise in den Gedenkraum, der in der Schule entstehen wird,
integrieren.
In tiefstem Unverständnis darüber, wer zu so einer Tat fähig ist, grüße ich Sie herzlich, Liane Strohmaier
Dr. Liane Strohmaier
Direktorin
BORG Dreierschützengasse
Dreierschützengasse 15, 8020 Graz
Tel.: 05 0248 007
