Nach dem 10. Juni – Echte Reformen für unsere Kinder

Am 10. Juni 2025 verloren wir in Graz nicht nur Menschenleben. Wir verloren unsere Illusion, dass schon alles gut werden wird. Ein junger Mensch lief Amok – nicht aus dem Nichts, sondern nach Jahren der Überforderung, die niemand ernst genug nahm. Jetzt wissen wir: Wegschauen kostet Leben. Handeln rettet sie.

Aus Trauer wurde Bewegung. Aus Wut wurde Kraft. Über 45.000 Menschen haben bereits unterschrieben. Am 24. August starten wir von Graz nach Wien. Am 3. September versammeln wir uns am Heldenplatz und übergeben Bundeskanzler Christian Stocker unsere Stimmen.

Unsere Botschaft: Stoppt die Schnellschüsse. Lasst uns erst gemeinsam nachdenken.

Die Politik reagierte nach dem 10. Juni mit Reflexen – verschärftes Waffengesetz, Verdopplung der Schulpsychologen. Gut gemeint, aber wirkungslos. Das ist, als würde man in einer Fabrik, die Gift produziert, mehr Ärzte für die kranken Arbeiter einstellen, statt das Gift zu entfernen.

Die unbequeme Wahrheit: Fast ein Viertel aller Jugendlichen in Österreich leidet aktuell an einer psychischen Erkrankung Rat auf Draht: Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Gefahr – das sind etwa 275.000 Kinder. In Österreich traten 2021 etwa bei 41 Prozent der 18- bis 24-Jährigen Symptome einer Depression auf Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen steht auf dem Spiel! – UNICEF Österreich. Bereits 16 Prozent haben suizidale Gedanken UWK – Universität für Weiterbildung Krems.

Diese Zahlen sind der Beweis: Das System macht unsere Kinder krank.

Und nein – nicht „die Eltern“ sind schuld. Die meisten Eltern sind selbst Opfer dieses Systems. Wenn beide Elternteile 38-40 Stunden arbeiten müssen, nur um die Familie finanziell über Wasser zu halten, bleibt kaum Zeit für das, was Kinder am meisten brauchen: Präsenz, Beziehung, gemeinsame Zeit.

Das System zwingt Eltern in ein unmögliches Dilemma: Entweder Zeit für die Kinder – und finanzieller Absturz. Oder finanzielle Sicherheit – und keine Zeit für die Familie. Beides macht Kinder krank.

Genau diese Familien brauchen echte Unterstützung:

  • Transferleistungen, die es ermöglichen, dass zumindest ein Elternteil Zeit für die Kinder hat
  • Familienhelfer:innen, die überlastete Eltern entlasten
  • Flexible Arbeitsmodelle, die Familie und Beruf vereinbar machen
  • Kostenlose Therapie und Begleitung – präventiv, nicht erst in der Krise

Nur so können wir Kindern ein Zuhause bieten, das eine gesunde und resiliente Entwicklung ermöglicht. Ein Zuhause, in dem sie stark werden, statt zu zerbrechen.

Die Politik muss verstehen: Es reicht nicht, mehr Psychologen in Schulen zu schicken. Wir müssen das System ändern, das Familien kaputtmacht. Eltern brauchen Zeit und Ressourcen für ihre Kinder. Kinder brauchen stabile, präsente Eltern. Beides ist kein Luxus – es ist die Grundlage einer gesunden Gesellschaft.

Deshalb fordern wir: Keine weiteren Schnellschüsse. Stattdessen ein echtes Innehalten. Politik und Zivilgesellschaft – Eltern, Lehrer:innen, Expert:innen – müssen GEMEINSAM nachdenken: Was macht unsere Kinder wirklich stark? Was schützt sie VOR der Krise?

Unser Ziel: 1 Million Unterschriften – nicht als Drohung, sondern als Einladung zum gemeinsamen Nachdenken und Handeln.


📖 Die Geschichte

Vom Amoklauf zur größten Bildungsbewegung Österreichs

Der 10. Juni war der Wendepunkt. Seitdem kämpfen Eltern, Lehrer:innen und Betroffene gemeinsam für ein System, das Kinder stärkt statt schwächt. Drei offene Briefe. Eine Petition. Ein Marsch. Die Chronologie einer Bewegung, die nicht mehr aufzuhalten ist.

[→ Zur vollständigen Geschichte]


🎯 Unsere Vision

Schule im Aufbruch – für seelisch gesunde Kinder

Stell dir vor, Kinder freuen sich auf Montag. Lehrer:innen haben Zeit zum Zuhören. Überforderung wird erkannt, bevor sie zur Krise wird. Das ist keine Utopie – andere Länder machen es vor. Unsere Vision „Schule im Aufbruch“ zeigt konkret, wie Bildung aussehen kann, wenn die seelische Gesundheit im Zentrum steht.

[→ Vision entdecken]


✊ Mach mit

Deine Stimme, dein Schritt, deine Unterstützung

Unterschreibe die Petition. Geh mit uns – einen Tag oder die ganze Strecke. Organisiere einen Marsch in deiner Region. Teile unsere Botschaft. Jede Stimme zählt, jeder Schritt bewegt, jede Spende hilft. Gemeinsam schaffen wir die Million.

[→ Jetzt aktiv werden]


Die wichtigsten Termine:

24. August 2025
Start des Marsches in Graz
7:00 Uhr, BORG Dreierschützengasse

24. August – 3. September
10 Tage, 215 Kilometer
Von Graz nach Wien

3. September 2025
Sternenmarsch zum Heldenplatz
Übergabe der Unterschriften am Bundeskanzleramt


Was wir fordern:

✓ Mehr Raum für Beziehung statt nur Leistung
✓ Seelische Gesundheit ins Zentrum des Bildungssystems
✓ Frühzeitige Unterstützung statt spätes Eingreifen
✓ Echte Partizipation von Eltern im Schulsystem
✓ Resilienz-Training als fester Bestandteil des Lehrplans


[🖊️ Petition unterschreiben] [🚶 Beim Marsch mitgehen] [📄 Dokumente downloaden] folgt noch


„Nach dem 10. Juni kann nichts mehr sein wie vorher. Wir haben die Wahl: Entweder wir warten auf den nächsten Amoklauf. Oder wir verändern das System, das unsere Kinder krank macht. Wir haben uns entschieden. Für unsere Kinder. Für alle Kinder.“

Dominik Egger, Initiator