WOFÜR ICH GEHE

Warum ich schreibe, dokumentiere und versuche Licht ins Dunkel zu bringen

Ich schreibe nicht, um zu verurteilen.

Ich schreibe, weil ich glaube, dass Aufarbeitung nur möglich ist, wenn man hinschaut – auch dort, wo andere wegsehen.

Nach dem Amoklauf am BORG Dreierschützengasse am 10. Juni 2025 begann ich, das festzuhalten, was sonst verloren gehen würde:
Gespräche, Entscheidungen, Schweigen, Mut, Angst, Verantwortung.
Ich tue das als Vater, als Mensch – und als jemand, der glaubt, dass Wahrheit nur heilen kann, wenn sie ausgesprochen wird.


Wie diese Inhalte entstanden sind

Die Inhalte dieser Rubrik beruhen auf:

  • zahlreichen Gesprächen mit Eltern, Schüler:innen und Lehrer:innen,

  • Beobachtungen aus unmittelbarer Nähe der Ereignisse,

  • sowie meiner Anwesenheit bei Sitzungen mit dem Bildungsministerium, der Bildungsdirektion, dem Krisenmanagement-Team und der Schulleitung,
    gemeinsam mit Vertreter:innen des Elternvereins, der Schüler:innen- und Lehrer:innenvertretungen.

Ich habe nicht über andere geschrieben, sondern mit ihnen gesprochen.
Was ich veröffentliche, ist Ergebnis von Zuhören, Nachfragen und sorgfältiger Dokumentation –
kein Gerücht, keine Mutmaßung, sondern ein Versuch, die Wahrheit gemeinsam zu verstehen.


Mein Grundsatz: Licht statt Schuld

Ich habe gelernt:
Es bringt nichts, Menschen zu beschuldigen.
Aber es bringt alles, wenn Menschen den Mut haben, Verantwortung zu übernehmen.

Darum gilt für alle meine Texte:

Alles, was nicht belegt ist, sind Deutungen und spiegeln meine persönlichen Interpretationen und Meinungen wider.

Ich beschuldige niemanden ohne Grund.
Wo ich Kritik äußere, ist sie belegbar.
Wo ich Namen nenne, tue ich es, weil sie Teil eines öffentlichen Vorgangs sind –
nicht, um jemanden zu diffamieren, sondern um Verantwortung sichtbar zu machen.


Was mit dieser Seite geschieht

Die Rubrik „Beobachtungen eines Vaters“ wird laufend ergänzt.
Ich arbeite die Ereignisse vor und nach dem 10. Juni 2025 auf, Schritt für Schritt, so wie neue Dokumente, Aussagen oder Erkenntnisse hinzukommen.

Alle Inhalte werden

  • im Rahmen des Datenschutzes,

  • mit größtmöglicher Sorgfalt,

  • und unter Wahrung der Würde aller Beteiligten veröffentlicht.

Ziel ist nicht, Menschen bloßzustellen –
sondern Strukturen sichtbar zu machen, die Kinder, Eltern und Lehrer immer wieder überfordern und sprachlos zurücklassen.

„Wer Verantwortung trägt, darf auch Verantwortung übernehmen.
Wer Fehler gemacht hat, darf sie eingestehen.
Nur so entsteht Vertrauen.“


Wofür ich stehe

Ich stehe für Aufrichtigkeit,
für den Mut, die Wahrheit auszusprechen,
für eine Kultur der Transparenz statt des Schweigens,
und für eine Gesellschaft, die Kinder schützt, bevor sie sie bewertet.

Ich glaube, dass nur dort echte Reformen entstehen,
wo Menschen beginnen, ehrlich zu werden – miteinander, und mit sich selbst.


📎 Zur Rubrik: Beobachtungen eines Vaters
📎 Warum ich an die Öffentlichkeit gehe
📎 Presse & Zusammenfassung